mondopoly schafft Begegnungen zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit unterschiedlichsten Hintergründen. Menschen, welche sich im Alltag kaum begegnen und austauschen würden, kommen zusammen. Wo Leute miteinander und nicht übereinander reden, besteht Potential für ein aktives Miteinander diverser Lebensstile. Damit fördert mondopoly das wechselseitige Verständnis und regt den Gesellschaftlichen Diskurs zum Thema „Integration“ an.
mondopoly ist ein transkulturelles Begegnungsspiel, bei dem die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen in den Alltag der BewohnerInnen von Zürich eintauchen. Sie sammeln Erfahrungen ausserhalb der gewohnten vier Wände und können Lernprozesse selbständig und aktiv gestalten.
mondopoly nutzt die Stadt Zürich als überdimensionales Spielbrett und lehnt sich mitunter an das bekannte «Monopoly» an. Anstelle von Spielfeldern besuchen die SchülerInnen verschiedene Posten. Dabei handelt es sich um Wohnungen von Einzelpersonen oder Familien mit unterschiedlichsten Lebensstilen, Quartierläden, Beratungsstellen, Altersheime, Behindertenwerkstätten etc. -- kurz, um alles, was den Spielerinnen und Spielern die Vielfalt unserer Gesellschaft aufzeigt.
Um den Bedürfnissen der verschiedenen Altersklassen gerecht zu werden, wurden für die Primarstufe und die Oberstufe je eine separate Spielidee konzipiert.
Die teilnehmenden SchülerInnen bewegen sich in Vierergruppen mit öffentlichen Verkehrsmitteln eigenständig von Posten zu Posten, an denen sie Menschen mit verschiedenen Hintergründen begegnen und deren Alltag aktiv entdecken. Für jeden besuchten Posten erhalten die Teilnehmenden eine bestimmte Anzahl der Spielwährung «Mondos» auf ihr Gruppenkonto gutgeschrieben. Die einzelnen Gruppen stehen während des ganzen Spiels mit der Telefonzentrale von mondopoly in Kontakt: Sie melden sich, wenn sie unterwegs zu einem Posten sind, sowie wenn sie einen Posten verlassen. Dies ermöglicht der Spielzentrale die Koordination und gewährleistet Sicherheit.
Neben den fixen Posten wird in jedem Stadtteil zusätzlich eine Person als „Joker“ unterwegs sein, die den Gruppen die Möglichkeit bietet, Zusatzpunkte zu verdienen. Der „Joker“ stellt den Teilnehmenden Aufgaben, welche diese innerhalb einer Zeitspanne mit Hilfe von Passanten lösen müssen. Gruppen die den Weg nicht finden, haben ausserdem die Möglichkeit den Joker um Hilfe zu bitten.
Gewonnen hat jenes Team, welches am Ende des Spiels die meisten «Mondos» gesammelt hat. Die erzielten Punkte werden für die jeweiligen Klassen zusammengezählt und wandern umgewandelt in Schweizerfranken in die Klassenkasse. Als Nutzungsbedingung müssen die Beträge im Sinne des Projekts eingesetzt werden, d.h. in Form einer selbstständig organisierten Aktivität oder als Spende an eine entsprechende Organisation. Die Entscheidungskompetenz liegt bei der Klasse, wir verlangen jedoch einen Bericht, wie das Geld eingesetzt wurde.
Ausgehend von der Evaluation der erstmaligen Durchführung von mondopoly 2010 wurde die Spielidee den Bedürfnissen dieser Altersklasse angepasst. Auf spielerische Weise werden Themen wie soziale Integration, gesellschaftliche Vielfalt oder transkulturelle Identität vermehrt in den Fokus gerückt. Die beteiligten Gruppen sollen sich bereits im Vorfeld mit unterschiedlichen Realitäten auseinandersetzen, indem sie selbst jene Posten auswählen, die sie beim Begegnungsspiel besuchen werden. Während der Aktionswoche nimmt die Oberstufe neu an zwei Tagen teil. Am ersten Tag findet das Begegnungsspiel statt, wobei die SchülerInnen ihre Erlebnisse fotografisch festhalten und mit Kurztexten dokumentieren. Die mediale Begleitung dient dabei als Mittel, um sich vertieft mit den unterschiedlichen Begegnungen auseinanderzusetzen. Die entstandenen Bilder und Texte werden mit professioneller Unterstützung für eine öffentliche Ausstellung aufbereitet.