mondopoly schafft Begegnungen zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit unterschiedlichsten Hintergründen. Menschen, welche sich im Alltag kaum begegnen und austauschen würden, kommen zusammen. Wo Leute miteinander und nicht übereinander reden, besteht Potential für ein aktives Miteinander diverser Lebensstile. Damit fördert mondopoly das wechselseitige Verständnis und regt den Gesellschaftlichen Diskurs zum Thema „Integration“ an.
In unserem Alltagsleben greifen wir oft auf stereotypische Bezeichnungen für unsere Mitmenschen zurück. Fixe Kategorien wie „Schweizer“, „Homos“, „Behinderte“ oder „Muslime“ sollen unseren Alltag verlässlich ordnen. Solche Informationsabkürzungen sind normal und vereinfachen das Leben der Einzelnen. Aber sie erschweren das gesellschaftliche Zusammenleben und hemmen das Verständnis für verschiedene Lebenssituationen.
Staatliche und gemeinnützige Institutionen fangen Ungleichheiten in der Regel durch gezielte Unterstützungsangebote auf und fördern damit vor allem die praktische Integration (z.B. in den Arbeitsmarkt). Dabei wird meist auf eine definierte Minderheit fokussiert, die aufgrund spezifischer Merkmale von Diskriminierung bedroht ist.
Der Ansatz von mondopoly orientiert sich nicht an Defiziten, sondern an den vorhandenden Ressourcen und bezieht insofern auch Individuen mit unterschiedlichsten Merkmalen mit ein. Im Zentrum steht die Anregung von individuellen Lernprozessen, die sowohl die gegenseitige (emotionale) Anerkennung, als auch die aktive Partizipation an der Gesellschaft unterstützt.
mondopoly wurde von Ethnopoly inspiriert, einem interkulturellen Begegnungsspiel, das vom Verein Katamaran zur Integration der tamilisch sprechenden Gemeinschaft in der Schweiz entwickelt wurde. mondopoly unterscheidet sich von Ethnopoly im Wesentlichen durch eine andere Auslegung des Kultur- und Integrationsbegriffs.
Unter «Kultur» versteht mondopoly den gemeinsamen Erfahrungsschatz einer Gruppe, der sich entlang verschiedener Differenzlinien wie Gender, Alter, Ethnie, Religion, physische Fähigkeiten (Behinderungen), sexuelle Orientierung oder Schichtzugehörigkeit erstreckt. In diesem Sinne trägt jeder Mensch mehrere, verschiedene Kulturen in sich. Er gehört verschiedensten Gruppen und Untergruppen an und bringt mit seinem ganz persönlichen, individuellen Erfahrungsschatz einen einzigartigen Lebenshintergrund mit sich. Diese Mehrfachzugehörigkeit wird auch als transkulturelle Identität bezeichnet.
mondopoly versteht unter „Integration“ in erster Linie einen wechselseitigen Prozess, der ein respektvolles, neugieriges und aktives Aufeinanderzugehen von verschiedenen Menschen voraussetzt. Daher sind die Begegnung, der Austausch und die sinnliche Erfahrung mit Anderen zentrale Werte von mondopoly.