Spielidee

Das Begegnungsspiel nutzt eine Stadt, eine Gemeinde oder ein Quartier als Spielbrett. Die Spieler*innen bewegen sich darin in kleinen Gruppen und besuchen verschiedene Spielfelder, bei denen sie Menschen an ihrem Wohn-, Arbeits- oder Freizeitort begegnen und durch eine gemeinsame Aktivität Einblicke in deren Leben erhalten.

Die Spieler*innen treffen auf verschiedene Bewohner*innen der Gemeinde/des Quartiers mit unterschiedlichen soziokulturellen Hintergründen, die durch ihre Religion, ihre nationalen, geschlechtlichen, generationellen Zugehörigkeiten, ihre Bildung, ihre körperlichen Fähigkeiten, ihre Wohnform, ihren Beruf oder auch ihren sozioökonomischen Status beeinflusst sein können.

Durch die Aktivitäten und die darin stattfindenden Gespräche wird sinnlich erfahrbar, dass sich diese Menschen nicht nur durch eine vielleicht zu Beginn herausstechende Eigenheit auszeichnen, sondern ihre Identitäten vielfältiger sind.

Mondopoly schafft einen sicheren, respektvollen und gleichzeitig persönlichen Rahmen für diese Begegnungen. Innerhalb dieses Rahmens sprechen und entscheiden alle Beteiligten für sich selbst. Die Personen, die von den Spieler*innen besucht werden, definieren selbst, was es in ihrem Leben zu entdecken oder zu erleben gibt. Ebenso bestimmen die Spieler*innen weitgehend selbstständig, welche Personen sie kennenlernen und wie sie sich in der Aktivität einbringen möchten.

Beispiele für Postenaktivitäten

Die Spielteilnehmenden…

  • fahren mit einer gehbehinderten Frau im Rollstuhl um den Block
  • hören einem älteren Mann zu, wie er von seinen Erfahrungen während des Zweiten Weltkriegs erzählt
  • schauen einer Coiffeuse aus Kamerun über die Schulter
  • begleiten einen Mann beim Verkauf eines Strassenmagazins im Quartier
  • essen mit einer Familie z’Vieri, die aus zwei Mamis und drei Kindern besteht

…und erfahren dabei vielleicht, dass…

  • die Rollstuhlfahrerin super Witze erzählen kann.
  • der ältere Mann ganz anders wohnt, als sie es sich vorgestellt haben.
  • die Coiffeuse breites Berndeutsch spricht.
  • der Mann sich für denselben Fussballclub begeistert wie sie.
  • die Kinder ein lustiges Spiel kennen.

Individuelle Lernprozesse

Das Begegnungsspiel bietet vielfältige Erfahrungen und Lernmöglichkeiten. Wir möchten weder Scheinwelten vorführen noch abstrakte Moralpredigten halten. Denn beides bewirkt meist nur, dass sich vorgefertigte Meinungen verfestigen. Bei Mondopoly erhalten die Spielteilnehmenden Einblicke in die Lebenswelten verschiedener Menschen und können sich selbst eine Meinung bilden bzw. vorhandene Meinungen überprüfen.

Zusätzlich werden individuelle Lernprozesse gezielt angeregt mithilfe von altersgerechten, reflexiven Elementen vor, während oder nach dem Spiel. Im Zentrum stehen die eigenen Selbst- und Fremdbilder sowie unser Umgang mit Vorurteilen und Vielfalt.

Bisherige Begegnungsspiele

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